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Lidoperation

Die im Laufe des Lebens auftretenden altersbedingten Veränderungen der Bindegewebe zeigt sich mannigfaltig im Gesichtsbereich, wobei zusätzliche Faktoren wie ein langjähriger Nikotinabusus, UV-Exposition und natürlich die Schwerkraft einen wesentlichen Einfluss haben. Die typischen Veränderungen sind gekennzeichnet durch ein Absinken der Weichteile des Mittelgesichts mit dem Auftreten überschüssiger Haut im Bereich der Ober- und Unterlider (Dermatochalasis) einem Tiefertreten der Brauen und des Oberlides (Ptosis) oder einem Ein- oder Auswärtsrollen der Unterlider (En- oder Ektropium).

Aber auch diverse Erkrankungen können zu Veränderungen der Lider und der umgebenden Weichteile führen, welche eine operative Vorgehensweise erfordern können. Hierzu gehören beispielsweise die Veränderungen im Rahmen der endokrinen Orbitopathie (siehe dort), neurologischer sowie dermatologischer Erkrankungen oder auch tumoröse Veränderungen der sonnenexponierten Mittelgesichtsregion.

 

Dermatochalasis (Schlupflid)

Unter einer Dermatochalasis versteht man eine zunehmende, meist altersbedingte Erschlaffung der Lidhaut der Ober- und/oder Unterlider, wobei sich häufig eine familiäre Neigung findet. Nicht selten besteht neben diesem „Überschuss“ an Lidhaut auch ein vermehrtes Hervortreten des Fettgewebes der Augenhöhle was zusätzlich zum Aspekt einer vermehrten Lidfülle beiträgt. Die Schlupflider lassen das Gesicht müde erscheinen, einen krankhaften Stellenwert erhalten diese Veränderungen aber zusätzlich, wenn sie zu einer Beeinträchtigung des Gesichtsfeldes („Scheuklappeneffekt“) oder zu einer verstärkten Hautreizung durch Schweisssekretion innerhalb der aufeinanderliegenden Hautfalten führen.

Die Operation zur Straffung der Lider wird „Blepharoplastik“ genannt. Hierbei wird in lokaler Betäubung durch einen Hautschnitt in der Deckfalte des Oberlides die überschüssige Lidhaut und ggf Fettgewebe entfernt.

 

Lidretraktion (bei endokriner Orbitopathie)

Infolge der entzündlichen Veränderungen des Gewebes der Augenhöhle kann es auch zu einer narbigen Verkürzung der Lidhebemuskulatur (Müller Muskel, Musculus levator palpebrae) kommen. Folgen sind ein „starrer Blick“ und ggf inkompletter Lidschluss mit trockenen Augen. Operativ erfolgt in lokaler Betäubung entweder eine Entfernung (Exzision) des Müller-Muskels oder eine teilweise Durchtrennung der Sehne des Musculus levator palpebrae bis eine ausreichende Senkung des Oberlides erreicht ist. Insbesondere bei dieser Operation ist es wichtig, dass der Eingriff in lokaler Betäubung stattfindet, um mittels adäquater Dosierung der Operation einen guten Operationseffekt hinsichtlich Lidsenkung und Lidkontur zu erhalten.

 

Dies sind nur zwei Beispiele für operative Eingriffe im Bereich der Lider und Periorbitalregion, welche in unserem Augenzentrum erfolgen. Für nähere Fragen stehen wir Ihnen gerne in unserer Sprechstunde zur Verfügung.